Am Reformationstag, der ja in diesem Jahr auch in Niedersachsen Feiertag war, wurde vor dem Paulushaus und der Pauluskirche in Buchholz ein Hochstamm-Apfelbaum der Sorte „Martin Luther“ gepflanzt. Die Sorte wurde eigens für das Jubiläumsjahr gezüchtet, nur 95 Bäume werden davon verkauft. Grundlage war eine alte Apfelsorte, die es schon zu Luthers Zeiten gab und die nun von einer Wittenberger Baumschule zur Sorte „Martin Luther“ veredelt wurde. Im Anschluss an die Pflanzung fand in der Pauluskirche ein ökumenischer Gottesdienst mit allen Buchholzer Kirchengemeinden statt und der Tag klang mit einem schönen ökumenischen Fest aus.

Fotos: Ulrich Wagner

Zum Lutherjahr 2017 hat sich die Ev. Jugend im Kirchenkreis Hittfeld eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Zu jeder der 95 Thesen Martin Luthers wird im Kirchenkreis ein Apfelbaum gepflanzt. Die Bäume werden mit jeweils einer These Luthers versehen, die zuvor von den Jugendlichen umgeschrieben wurde. So wurde z.B. aus der These 55: „Die Meinung des Papstes ist unbedingt die: Wenn der Ablaß – als das Geringste – mit einer Glocke, einer Prozession und einem Gottesdienst gefeiert wird, sollte das Evangelium – als das Höchste – mit hundert Glocken, hundert Prozessionen und hundert Gottesdiensten gepredigt werden.“ die These „Findet euren eigenen Glauben und lasst euch von niemandem beeinflussen.“

In der Nachbarschaft Buchholz pflanzte Diakon Daniel Geßner zusammen mit den Jugendlichen bereits 15 Bäume mit verschiedenen Apfelsorten: Elstar, Braeburn, Wellant und Pinova. Sie stehen beim Waldfriedhof und am Alten Friedhof in Buchholz sowie im Pfarrgarten in Holm-Seppensen. Im Herbst kommen noch 5 weitere Bäume in Sprötze dazu. Die Bäume wurden zum großen Teil durch eine kirchenkreisweite Kollekte für dieses Projekt finanziert: An einem Sonntag im letzten Jahr wurde in allen Kirchen für den Apfelwald gesammelt. 

Inzwischen sind die Bäume gut angewachsen, sind belaubt und blühen schön. Beim Gemeindefest in Holm-Seppensen wurden sie von den Kindern gleich als Wunschbäume benutzt – bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Wünsche in Erfüllung gehen…

Zum Abschluss der Aktion werden alle gepflanzten Bäume in eine Karte eingetragen, die im Internet auf der Seite des Kirchenkreisjugenddienstes www.evjuhit.de heruntergeladen werden kann und sind öffentlich zugänglich. Bis zur ersten Ernte werden sicher noch einige Jahre vergehen, aber wenn es soweit ist, werden die Bäume von den Jugendlichen der Ev. Jugend der entsprechenden Nachbarschaft geerntet. Die Äpfel kommen der Jugendarbeit zu Gute, angedacht ist z.B ein kirchenkreisweiter Apfelkuchen-Wettbewerb eventuell mit Verkauf für einen guten Zweck. Aber jetzt heißt es erstmal fleißig gießen, damit die Bäume über den Sommer gut anwachsen.

Fotos: Daniel Geßner