Ein wenig versteckt am Bahnhof Buchholz hat der ambulante Pflegedienst der Johanniter sein Büro. Weiße Autos mit dem charakteristischen roten Johanniter-Logo stehen vor der Tür – und hinter der Tür erwartet Kunden und Angehörige eine ruhige, einladende Atmosphäre. Das Herz der Einrichtung ist Pflegedienstleitung Natalie Bienert. Vor zehn Jahren kam die 45-Jährige in den damals noch recht kleinen Buchholzer Dienst. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden baute sie ihn immer weiter aus. Rund 180 Kunden hat der Pflegedienst inzwischen in der täglichen Versorgung. Die fast 50 Pflegekräfte fahren nach Nenndorf, Bendestorf, Holm-Seppensen, Sprötze, Trelde, Kakenstorf und Drestedt. „Neben den normalen pflegerischen Tätigkeiten bieten wir Pflegeberatung und Wundversorgung an und können zudem auch eine Palliativversorgung zu Hause ermöglichen“, erzählt Natalie Bienert.

Pflegedienstleitung Natalie Bienert

Mehr als 70 Prozent der Mitarbeitenden arbeiten schon jahrelang beim Pflegedienst in Buchholz. Und das kommt nicht von ungefähr: „Wir haben hier nicht nur ein kollegiales Miteinander, wir leben es auch. Wenn eine Kollegin ein Dorf weiter ein Problem hat, dann springt sofort jemand ein, um sie zu unterstützen“, erzählt die Pflegedienstleitung.
Das Besondere an der Arbeit in der ambulanten Pflege ist ihrer Meinung nach die enge Bindung zum Kunden: „Da wir feste Touren haben, können wir eine bessere Beziehung aufbauen. Die Pflegekraft kennt ihre Kunden und bekommt jede Veränderung genau mit.“ Bei der Versorgung sei ihr deshalb wichtig, dem Kunden genau zuzuhören, um sich so ein Bild zu machen, ob es ihm oder ihr wirklich gut gehe. Dass viele Senioren in der heutigen Zeit einsam sind, weiß auch Bienert: „Wir sind oft der einzige Sozialkontakt. So kommt es vor, dass unser Blümchen zum Geburtstag oder zu Weihnachten bei einigen Kunden das einzige Geschenk ist“, sagt Natalie Bienert.

Verfasserin: Natalie Bienert

Info zum Foto: Sonja Schleutker-Franke, Team des Ambulanten Pflegedienstes der Johanniter

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