Ich bin Mohammed Aminov. Ich grüße euch!
Mein Ziel war eigentlich, nach Spanien zu gehen, um mich dort medizinisch behandeln zu lassen. Zufälligerweise bin ich nach Deutschland gekommen, das Land, das ich schon immer mochte. Insbesondere mag ich die deutsche Fußballnationalmannschaft mit ihren berühmten Spielern, Beckenbauer, Rummenigge, Bonhof, Sepp Maier, da ich früher auch Fußball gespielt habe.
Hier, in Buchholz, werde ich als Mensch behandelt, mit allen Rechten. Ich respektiere die Menschen hier und ich erfahre hier, dass die Menschen auch mich respektieren.
In der Zeit, in der ich in Buchholz wohne, sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die nicht nur mich betreffen, sondern auch die Sorgen anderer Menschen sind, wie zum Beispiel, dass nach 21:00 Uhr keine Busse mehr fahren, obwohl einige Menschen bis 23:00 oder 00:00 Uhr arbeiten müssen. Außerdem gibt es hier leider keine Moschee oder einen Gebetsraum, wo das Freitagsgebet stattfinden kann. Würde es hier eine Moschee geben, könnte den Menschen in Buchholz das echte moderate Bild vom Islam und Muslim:innen gezeigt werden. Dann könnten die Menschen sehen, dass Islam nicht radikal ist, so wie er wegen einzelner Taten von Extremisten in den Medien oft dargestellt wird.
Zudem gibt es einige leere Wohnungen in Buchholz, die aber an zugezogene Menschen nicht vermietet werden. Ein Bekannter von mir sucht schon lange eine behindertengerechte Wohnung im Erdgeschoss, weil er auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Er wohnt aber noch immer in einer Gemeinschaftsunterkunft.
Vielen Dank!!

Verfasser: Mohammed Aminov
(im Original auf Arabisch, ins Deutsche übersetzt von Abdulrahman Al Satouf)

Info zum Foto: unsplash, Jannik Skorna

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