Ahlam engagiert sich im Stadtteileltern-Projekt des Diakonischen Werks der Ev.-luth. Kirchenkreise Hittfeld und Winsen. Sie besucht Familien mit Migrations- oder/und Fluchterfahrung und unterstützt sie beim Ankommen und der Orientierung im Alltagsleben in Deutschland. Sie berät und informiert über Familienangebote der Stadt, vermittelt in andere konkrete Hilfen, stellt die Arbeit von Kitas vor und gibt allgemeine Tipps im Bereich der Erziehung, wie beispielsweise zu den Themen Gesundheitsversorgung/Ernährung von Kindern, Unfallvermeidung, Kinderrechte, kindgerechter Umgang mit Medien, Mehrsprachigkeit und unterschiedliche Institutionen in Buchholz. Dabei profitiert Ahlam besonders von ihrer eigenen Migrationserfahrung und ihrem Wissen darüber, welche Hürden und Schwierigkeiten damit verbunden sind, in einer neuen Stadt in einem fremden Land anzukommen. Damit finden sich schnell viele Anknüpfungspunkte zwischen ihr und den Familien, die sie unterstützt.
Um optimal auf die Themen und Fragen in der Arbeit als Stadtteileltern vorbereitet zu sein, bietet das Diakonische Werk regelmäßig Schulungen für alle daran interessierten Frauen und Männer an. Voraussetzung, um in diesem Projekt als Stadtteilmutter oder –vater arbeiten zu können, ist dabei insbesondere die eigene Migrationserfahrung und die Motivation und Auseinandersetzung damit, anderen Menschen Hilfe zukommen lassen zu wollen. Ihre Beweggründe, sich im Stadtteilelternprojekt zu engagieren, hat Ahlam im untenstehenden Beitrag festgehalten.

Wenn Sie Interesse an der Arbeit als Stadtteileltern haben oder sich vorstellen können, von Stadtteileltern unterstützt zu werden, steht Ihnen für weitere Informationen dazu gerne Johanna Ascheberg unter der Telefonnummer 04181 21979 41 zur Verfügung.

Verfasserin: Johanna Ascheberg

Hier folgt der Beitrag von Ahlam:
„Ein Mensch kann nicht allein auf dieser Welt leben. Egal, wie sehr man sich auf sich selbst zu verlassen versucht, ist man in vielen Bereichen des Lebens auf die Hilfe anderer angewiesen, unabhängig von seiner finanziellen und gesundheitlichen Situation. Sowohl in der Kindheit, in der Jugend als auch im Alter bedarf jeder Mensch in unterschiedlichem Maße Hilfe und Unterstützung anderer Menschen, um ein gelungenes Leben führen zu können.
Die Tatsache, dass der Mensch auf die Hilfe anderer angewiesen ist, macht deutlich, dass auch andere Menschen wiederum auf seine Hilfe angewiesen sind. Daher ist es die Pflicht eines jeden Menschen im Rahmen seiner Möglichkeiten für andere da zu sein. Dabei muss bedacht werden, dass nicht ein Mensch alleine für alle anderen da sein kann, deshalb sollte jeder entsprechend seiner eigenen Fähigkeiten helfen.
Ein Mensch, der anderen nicht hilft, ist egoistisch und verfehlt das Wesen des Menschseins.“

Verfasserin: Ahlam Alsaiah

(im Original auf Arabisch, ins Deutsche übersetzt von Abdulrahman Al Satouf)

Info zum Foto: unsplash, M. T. Elgassier

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