Nimm sie wie sie sind

Nimm sie wie sie sind. Andere gibt’s nicht.

Eigentlich sagte das Konrad Adenauer irgendwann und irgendwo einmal. Sein Wortlaut war wohl: „Nehmen sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt’s nicht.“

Wir alle kennen’s. Eltern und Freunde, so sehr sie uns auch lieben, können hin und wieder wirklich nerven. Nervige Klassiker sind sicher „Wie läuft’s in der Schule?“, „Weißt du schon, was du nach deinem Schulabschluss machen willst?“, oder vielleicht auch „Nicht mit der Gabel in die Teflon-Pfanne!“. Und du denkst dir, „Ja ja, rede du mal! Ich weiß schon, was geht.“. Man ist angenervt von ihnen. Was diese Sprüche und eben die die sie raushauen, gemeinsam haben ist, dass sie sich sorgen und wissen wollen, dass es dir gut geht. Eltern und Freunde sorgen sich, dass du auch ein wenig an deine Zukunft denkst. Wenn du’s nicht tust, nicht schlimm! Sie tun es für dich! Das soll nicht heißen, dass du es damit nicht tun sollst. Irgendwann wär’s gut damit anzufangen. Und so verhält es sich auch mit Gott. Er sorgt sich um dich, will dich unterstützen, mit dir ins Gespräch kommen. Aber die Kommunikationswege sind zahllos. Ich gehe nicht davon aus, dass Gott dir eines Tages mittels WhatsApp eine Nachricht zukommen lässt und sagt „Hey! Ich hoffe dir geht’s gut!“ oder so. Wahrscheinlicher ist es denn dann doch, dass Gott durch Menschen mit dir Kontakt aufnehmen will. Früher brauchte Gott Propheten, um das was er den Menschen sagen wollte, zu verbreiten. Ich will jetzt nicht darauf hinaus, dass deine Eltern und Freunde mit ihren Ratschlägen gleich zu Propheten werden. Aber vielleicht ist das Gottes Versuch, mit dir in Kontakt zu treten. Doch braucht es auch nicht immer Worte. Man entdeckt auch in vielen Handlungen zwischen Menschen, dass Gott durch sie wirkt. So zum Beispiel der barmherzige Samariter, der den Fremden, der am Straßenrand liegt, pflegt und versorgt. Er bringt ihn in ein Gasthaus und zahlt für seine Unterkunft und Verpflegung. Um auf den Punkt zu kommen: So anstrengend Familie, Freunde, Fremde, also Menschen auch sein können. Versuch doch mal, sie so zu nehmen, wie sie sind und vielleicht entdeckst du ja das ein oder andere bisschen Gott in ihren Worten, Taten oder auch in ihnen.

Von Kevin Hisgen und frei nach „Wanted – du bist gefragt: Geschichten von Teens aus der Bibel“
(ISBN: 978-3-7615-6273-4)